Acetat (CA)

Diese Fasern bestehen - nicht wie Viskose und Modal - aus reiner Zellulose, sondern aus einer Zellulose-Verbindung mit Essigsäure. Man spricht bei diesen Fasern vom Zellulosederivaten = Abkömmlinge der Zellulose.

Acetat wird in Aceton zur Spinnmasse gelöst. Stoffe aus Acetat haben einen edlen mattschimmernden Glanz, fülligen Griff und eleganten Fall, vergleichbar mit der Naturseide. Durch die hohe Elastizität der Faser ist der Stoff formbeständig, und Falten können sich aushängen. Acetat ist sehr hitzeempfindlich und darf nur mit niedrigen Temperaturen gebügelt werden.

Triacetat (Arnel/Tricel) wird in Dichlormethan aufgelöst. Die Faser ist hitzebeständiger und Stoffe aus Triacetat können problemlos plissiert werden. Der Griff und der Glanz, insbesondere bedruckter Gewebe, erinnert an Seide; Triacetat wurde daher lange Zeit als "Kunstseide" bezeichnet.

Acetat und Triacetat werden entweder alleine oder in Mischungen mit Natur- oder anderen Chemiefasern verarbeitet. Man stellt aus ihnen Kleider- und Blusenstoffe sowie insbesondere Futterstoffe her.

Verkaufsargumente für Acetat und Triacetat:

  • weiche und feine Fasern

    geringes Gewicht, sehr angenehm zu tragen

    pflegeleicht: gut waschbar, trocknet schnell

    nimmt wenig Feuchtigkeit auf

    schöner Glanz